Artenschutz, Bildung und Verantwortung – unsere Patenschaften in der Wilhelma
Die Wilhelma: Natur, Geschichte und Vielfalt mitten in Stuttgart
Die Wilhelma ist ein besonderer Ort. Als einziger zoologisch-botanischer Garten Deutschlands vereint sie Tierwelt, Pflanzenvielfalt und historische Architektur auf einzigartige Weise. Was 1846 als privater Rückzugsort des württembergischen Königshauses entstand, ist heute eines der beliebtesten Ausflugsziele im Südwesten – und ein bedeutender Lern- und Schutzraum für bedrohte Arten.
Zoo Wilhelma
Mit rund 11.000 Tieren aus etwa 1.200 Arten zählt die Wilhelma zu den artenreichsten Zoos weltweit. Hinzu kommen etwa 8.500 Pflanzenarten in Parkanlagen und Gewächshäusern.
Jährlich besuchen mehr als 1,8 Millionen Menschen diesen besonderen Ort, der Erholung, Bildung und Naturschutz vereint.
Ein wichtiger Bestandteil ist die Wilhelmaschule: In Führungen und Bildungsprogrammen vermitteln Biologen, Botaniker und Zoologen Wissen anschaulich und erlebnisnah – für Kindergärten, Schulklassen, Studierende und interessierte Besucher.
Tierpatenschaften – ein direkter Beitrag zum Artenschutz
Tierpatenschaften sind eine wertvolle Möglichkeit, den Schutz bedrohter Arten aktiv zu unterstützen. Sie tragen zur Versorgung, Pflege und medizinischen Betreuung der Tiere bei. Bleibt ein Tier nicht dauerhaft in der Wilhelma oder verstirbt, wird die Patenschaft automatisch auf ein anderes Tier übertragen – der Beitrag zum Artenschutz bleibt bestehen.
Unser Beitrag: Artenschutz über die Jahre – neue Okapi-Patenschaft ab 2026
Seit 2019 engagieren wir uns mit Tierpatenschaften in der Wilhelma und unterstützen zunächst die Giraffen Hank und Nyiri. Aus diesem Engagement ist ein Herzensprojekt entstanden, mit dem wir auf bedrohte Tierarten aufmerksam machen und die Vielfalt der Tierwelt näherbringen möchten.
Nun erweitern wir unser Engagement und übernehmen die Patenschaft für die Okapidame „Jamilli“. Das Okapi, auch als Kurzhalsgiraffe bekannt, ist ein seltener und stark gefährdeter Verwandter der Giraffe, der ausschließlich im Regenwald des Kongo lebt. Mit seinem besonderen Aussehen und seiner scheuen Art zählt es zu den faszinierendsten, aber auch am wenigsten bekannten Tierarten Afrikas.
Mit der neuen Patenschaft möchten wir sowohl Jamilli und ihre Art schützen als auch die wichtige Bildungs- und Artenschutzarbeit der Wilhelma weiter unterstützen.
Warum Okapis Schutz brauchen
Okapis sind stark gefährdet. Sie leben ausschließlich im Regenwald der Demokratischen Republik Kongo – einem Lebensraum, der durch Abholzung, illegalen Bergbau, Wilderei und politische Instabilität bedroht ist. Ihr Bestand ist in den letzten Jahrzehnten dramatisch gesunken.
Besonders herausfordernd sind:
- Verlust ihres Lebensraums durch Rodungen und Rohstoffabbau
- Wilderei, bei der Okapis oft ungewollt in Fallen geraten
- Unsichere Schutzgebiete aufgrund politischer Konflikte
Internationale Zuchtprogramme, Schutzstationen und die Aufklärungsarbeit zoologischer Einrichtungen sind entscheidend, um diese einzigartige Art zu bewahren.
Unser langfristiges Engagement
Was 2019 mit Giraffe Hank begann, hat sich zu einem festen Bestandteil unseres gesellschaftlichen Engagements entwickelt. Mit der neuen Patenschaft für Jamilli möchten wir unseren Beitrag zum Schutz bedrohter Arten weiter ausbauen – und gleichzeitig Menschen für die Schönheit und Verletzlichkeit unserer Tierwelt sensibilisieren.
Artenschutz beginnt vor Ort. Und wir freuen uns, ein Teil davon zu sein.